Schlagwort-Archiv: Scholz Datenbank

NEU in der SCHOLZ Datenbank: Ixekizumab (Taltz®)

Ixekizumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen Interleukin-17 (IL-17), der zur Behandlung der mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis,bei Erwachsenen angewendet wird.

Obwohl kinetische Wechselwirkungen bei monoklonalen Antikörpern selten sind, ist hier zu beachten, dass Immunmodulatoren, die z.B. das Interleukin-17 (IL-17) inhibieren, evtl. den Cytochrom P450-Stoffwechsel aktivieren können. Dies sollte v.a. bei CYP-Substraten mit geringer therapeutischer Breite beachtet werden.

Weiterhin sollte beachtet werden, dass die Wirksamkeit von Lebendimpfstoffen nicht gewährleistet werden kann. Vorsicht ist außerdem wegen einer erhöhten Infektionsrate sowie möglicher Exazerbationen chronischer Darmerkrankungen geboten.

Mehr Informationen zu Ixekizumab und anderen Arzneistoffen sowie zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

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Drug Safety Mail: Rhabdomyolyse nach Interaktion zwischen Simvastatin mit Amiodaron

In einer aktuellen Drug Safety Mail der AkdÄ vom Februar 2017 wird noch einmal vor einer klinisch relevanten Interaktion zwischen Amiodaron (200 mg/d) und Simvastatin (40 mg/d) gewarnt [1]. Die Patientin im angesprochenen Fallbericht entwickelte unter dieser Medikation eine Rhabdomyolyse und musste daraufhin 10 Tage stationär behandelt werden. Die Therapie wurde abgebrochen.

Ein Blick in die SCHOLZ Datenbank hätte die Interaktion wahrscheinlich verhindern können. Der Nutzer hätte hier nach Erkennen der Interaktion mit Hilfe des MDDI Calculators eine Dosisanpassung von Simvastatin vornehmen oder mit Hilfe des Optimierungssystems ein risikoärmeres, äquipotentes Statin auswählen können.

In der SCHOLZ Datenbank erscheint im Risikoanalyse-Bildschirm bei dieser Kombination eine rote Wechselwirkungsampel  (Relevanz gefährlich; Häufigkeit: sehr häufig) mit dem Hinweis, dass diese rote Ampel ab einer Tagesdosis von >20 mg gilt. Außerdem wird neben dem Simvastatin im Medikationsfenster ein orangefarbener DI-Button (DI = Drug Interaction) sichtbar, der auf die kinetische Interaktion hinweist (Abbildung oberer Teil).

Beim Blick ins Optimierungssystem wird auch sofort die Dosisabhängigkeit dieser Wechselwirkung anhand der Ampelfarbe deutlich (Abbildung mittlerer Teil) [2,3]. Hier hätte man nun auch die Möglichkeit ein risikoärmeres Statin mit gleicher Wirkstärke auszuwählen wie z.B. Rosuvastatin oder Pitavastatin. Fluvastatin und Pravastatin sind zwar in diesem Fall auch risikoärmer, allerdings erreicht man mit den im Handel befindlichen Stärken nicht die gleiche LDL-Senkung wie 40 mg/d Simvastatin [4].

Ein Blick in das MDDI-Protokoll der SCHOLZ Datenbank (Abbildung unten) zeigt außerdem, dass die Inhibition des Enzyms CYP3A4 durch Amiodaron die Ursache dieser Interaktion ist, was durchaus als bekannt vorausgesetzt werden kann. Darüber hinaus ist hier aber die Vorhersage des geschätzten Plasmaspiegelanstiegs auf 183 % interessant. Dies bedeutet, dass die Patientin durch die CYP3A4-Inhibition mit der Dosierung von 40mg/d wahrscheinlich einen ähnlichen Plasmaspiegel aufweist wie bei einer Gabe von 80mg/d Simvastatin. Die Gabe der 80 mg Simvastatin-Dosierung wird in Fachkreisen generell kritisch diskutiert [4]. Außerdem ist die Patientin in einem Alter, in dem das Risiko für eine Rhabdomyolyse ohnehin erhöht ist. Demnach hätte hier die Simvastatin-Dosis mit Beginn der Amiodaron-Gabe entsprechend des MDDI Protokolls um ca. 50% gesenkt werden müssen, oder – wie bereits oben diskutiert – das Statin durch ein risikoärmeres ersetzt werden müssen.

Mehr Informationen zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken sowie zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

Quellen

[1] Drug Safety Mail 2017-06 http://akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/2017-06.html

[2] FI Zocor, Juni 2015

[3] https://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/ucm283137.htm

[4] https://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/ucm256581.htm

Neue Funktionen in der SCHOLZ Datenbank

Die neuste Version der SCHOLZ Datenbank hält wieder tolle neue Features für ihre Nutzer bereit und kann ab dem 15.02.2017 wie gewohnt über unseren Downloadbereich heruntergeladen werden.

In dieser Version gibt es im Bereich der Medikamenteneingabe einen neuen Button mit dem Namen „Arzneimittelinformation“. Hier findet man neben den bekannten Funktionen „Fachinfo“ und „Dosierungsrechner“ auch 3 neue Funktionen:

  • Nebenwirkungen: Alle Nebenwirkungen eines ausgewählten Arzneimittels in tabellarischer Übersicht inkl. Relevanz und Häufigkeit auf einen Blick!
  • Kontraindikationen: Arzneimittelbezogene tabellarische Übersicht über alle Kontraindikationen und Anwendungsbeschränkungen!
  • Gebrauchsinformation: Direkte Verlinkung auf die aktuelle Gebrauchsinformation des Arzneimittels in standardisierter Form über den Service „beipackzettel.de“ (weitere Info zu „beipackzettel.de“ unter http://scholz-datenbank.de/sites/beipackzettel)

Diese neue Version nicht mehr kompatibel mit dem Betriebssystem Windows XP.

Mehr Informationen diesen und anderen Funktionen der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Nutzen Sie die Möglichkeit und testen Sie die SCHOLZ Datenbank einen Monat lang kostenlos: http://www.scholz-datenbank.de/licenses/new?product_id=17

 

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SCHOLZ Datenbank auf dem 5. Kongress für Arzneimittelinformation

Am 04. Februar 2017 besuchte Wolfgang U. Scholz, Initiator der SCHOLZ Datenbank, den 5. Kongress für Arzneimittelinformation in Köln, um die SCHOLZ Datenbank als wichtiges Tool im Bereich Arzneimittelinformation vorzustellen und sich über die wichtigsten Neuigkeiten im Bereich Arzneimittelinformation zu informieren.

Die SCHOLZ Datenbank wurde aber nicht nur von Herrn Scholz selber am Informationsstand des Deutschen Apotheke Verlags vorgestellt, sondern war auch Bestandteil eines Posters in der Posterpräsentation des Kongresses: In dem Projekt „Vermeidung schwerer Arzneimittelbezogener Nebenwirkungen bei geriatrischen Patienten“ von den Apothekerinnen  Dorothee Schlag, Verena Kurth, Monika Mahlberg und Dr. Ruth Britz-Kirstgen aus der Rathaus Apotheke in  Blankenheim wurde der MDDI Calculator der SCHOLZ Datenbank genutzt, um wichtige Wechselwirkungen zu detektieren und ggf. Dosisanpassungen vorzunehmen (siehe Foto).

Mehr Informationen zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de. Eine kostenlose Demoversion kann jederzeit angefordert werden.

NEU: Die SCHOLZ Datenbank unterstützt bei der Einschätzung des Sturzrisikos

Mit einem neuen Tool der SCHOLZ Datenbank ist es möglich, das medikationsbedingte Sturzrisiko eines Patienten abzuschätzen. Neben der körperlichen Verfassung des Patienten und den Umgebungsfaktoren, ist die Medikation des Patienten die dritte Komponente, die das individuelle Sturzrisiko wesentlich beeinflussen kann. Besonders Apotheken, die Pflege- und Altenheime betreuen oder ihren Fokus auf die pharmazeutische Betreuung geriatrischer Patienten legen, können von dieser neuen Funktion der SCHOLZ Datenbank profitieren.

Bestimmte Nebenwirkungen wie z.B. Schwindel oder Koordinationsstörungen werden mit einer erhöhten Sturzgefahr v.a. bei älteren Menschen in Verbindung gebracht. Die SCHOLZ Datenbank stellt mit dem sog. „ADR für Sturz“ (ADR = Adverse Drug Risk) einen neuen Risikoscore zur Erkennung einer erhöhten Sturzgefahr zur Verfügung. Alle sturzbezogenen Nebenwirkungen fließen in die Berechnung dieses Risikoscores ein. Er ist unabhängig von pharmakokinetischen Einflüssen und stellt ein Maß für das pharmakodynamisch bedingte kumulierte Nebenwirkungsrisiko dar.  Dadurch hilft der  ADR bei der Einschätzung des medikationsbedingten Sturzrisikos.

Lesen Sie dazu auch folgenden Artikel aus der DAZ 27/2016:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2016/daz-27-2016/vor-stuerzen-schuetzen

und lassen Sie sich diese neue Funktion auf der expopharm 2016 erläutern:

Stand G-19 in Halle B5

 

Mehr Informationen zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Apothekenpreis 2016 für die Rathaus Apotheke in Blankenheim – Mit Hilfe der SCHOLZ Datenbank Gewinn des ersten Preises!

Mit dem Projekt Sturz ist kein Pflegerisiko – Vermeidung schwerer arzneimittelbezogener Nebenwirkungen beim geriatrischen Patienten“ hatte sich die Rathaus Apotheke Blankenheim unter der Leitung von Frau Dr. Ruth Britz-Kirstgen bei dem von der Apothekenkooperation Avie ausgeschriebenen Deutschen Apothekenpreis 2016 beworben und den ersten Preis gewonnen.

Da die Sturzgefahr durch Polymedikation stark erhöht werden kann und v.a. bei alten Menschen ein großes Problem mit schweren Folgen darstellt,
wurde in dem Projekt das Personal von Pflegeeinrichtungen gezielt geschult um ein potentielles Sturzrisiko der Patienten zu erkennen und folgenschwere Stürze zu verhindern.

Als Hilfsmittel dazu diente ein speziell entwickelter Fragebogen und die SCHOLZ Datenbank, die insbesondere mit ihrem MDDI Calculator und der speziellen Suchfunktion „symptomatische Nebenwirkungen“ ein übersichtliches Recherchetool bietet, um gezielt alle die Nebenwirkungen zu erkennen, welche z.B. die Sturzgefahr erhöhen können.
Die SCHOLZ Datenbank kann den Anwender daher effektiv unterstützen, das Sturzrisiko zu erkennen und einzuschätzen und mit entsprechender pharmazeutischer Beratung Patienten vor gefährlichen Stürzen zu schützen.

Mehr Informationen zu dieser und anderen Funktionen der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Einführungsseminare zur SCHOLZ Datenbank: Jetzt anmelden!

Besuchen Sie uns und lernen Sie die SCHOLZ Datenbank kennen!

Ende Juni bieten der Deutsche Apothekerverlag und die ePrax AG deutschlandweit Seminare zur Einführung in die Arbeit mit der SCHOLZ Datenbank an.

  • Freitag, 17.06.2016,  14-16 Uhr, Deutsche Apotheker- und Ärztebank Filiale Düsseldorf
  • Donnerstag, 23.06.2016, 14-16 Uhr, Deutsche Apotheker- und Ärztebank Filiale Frankfurt am Main
  • Donnerstag, 30.06.2016, 14-16 Uhr, Deutsche Apotheker- und Ärztebank Filiale Berlin-Mitte

Dieses Seminar stellt Ihnen die Funktionen und Inhalte der SCHOLZ Datenbank vor, zeigt Ihnen, wie Sie die Medikationsanalyse optimieren und mithilfe der komfortablen Datenbank-Unterstützung wertvolle Zeit sparen.

 

Mehr Informationen zum Seminar und zur Anmeldung finden Sie unter

http://scholz-datenbank.de/sites/seminare

Die SCHOLZ Datenbank zum 4. Mal als Sponsor und Aussteller beim PharMSchool- Symposium in Münster

Am 15.01.2016 findet zum vierten Mal das PharMSchool-Symposium im pharmazeutischen Institut der Universität Münster statt. Auch dieses Mal wird die SCHOLZ Datenbank als Sponsor und Aussteller an dem Symposium teilnehmen.

Gerade erst am vergangenen Freitag wurde den Initiatoren und Koordinatoren des Projektes PharMSchool der Lehrpreis der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verliehen. Wir freuen uns und gratulieren Dr. Nina Henrichmann, Christian Thöle, Dr. Frauke Weber, Lisa Wessels und Prof. Dr. Klaus Langer herzlich zu dieser tollen Auszeichnung!

Schauen Sie sich das Projekt doch einfach mal in folgendem Imagefilm an

http://www.uni-muenster.de/videoportal/video/pharmschool_lehrpreis.html

Das Symposium ist der Abschluss des Projektes PharMSchool, bei dem die Studenten des 8. Semesters in Kurzvorträgen und auf Postern die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten vorstellen, die sie während des Hauptstudiums angefertigt haben. Eingeladen sind auch Apotheker aus Offizin, Krankenhaus oder Forschung, die sich für die wissenschaftliche Arbeit des Apotheker-Nachwuchses interessieren. Einige Sponsoren, darunter auch die SCHOLZ Datenbank, stellten während der Pausen ihre Produkte vor.

 Wir freuen uns, diese Veranstaltung unterstützen zu können und den Studenten sowie den teilnehmenden Apothekern die Funktionsweise und natürlich die Neuentwicklungen der Datenbank vorzustellen.

Mehr Informationen zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.