NEU in der SCHOLZ Datenbank: Tivozanib (Fotivda®)

Tivozanib (Fotivda®) ist indiziert zur Erstlinientherapie bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom. Es wirkt über eine Hemmung der VEGF-Rezeptor-Tyrosinkinase, wodurch die Angiogenese unterdrückt wird.

Was ist im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) zu beachten?

Ein Behandlungszyklus mit Tivozanib entspricht einer 21-tägigen Einnahme von einer Kapsel Tivozanib (1340 mg) täglich mit einer 7-tägigen Einnahmepause im Anschluss. Es gibt keine konkreten Empfehlungen zu Dosisanpassungen bei Niereninsuffizienz, allerdings ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz und Dialysepatienten Vorsicht angebracht. Bei schwerer Leberfunktionsstörung sollte nur alle 2 Tage 1 Kapsel mit 1340 mg Tivozanib eingenommen werden. Außerdem sind Dosisreduktionen beim Auftreten schwerer Nebenwirkungen vorzunehmen. Dazu ist auch 1 Kapsel mit 890 mg Tivozanib m Handel.

Sehr häufige Nebenwirkungen sind Hypertonie, Appetitminderung und Gewichtsverlust, Atembeschwerden, (Rücken)schmerzen sowie das Hand-Fuß-Syndrom. Häufig traten in Studien auch thromboembolische Ereignisse, erhöhte Leberenzymwerte und Proteinurie  auf.

Darüber hinaus hat Tivozanib das Potential das QT-Intervall zu verlängern. Hier sollten weitere Risikofaktoren des Patienten berücksichtigt werden und entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Eine Therapie mit starken CYP3A4-Induktoren sollte während der Tivozanib-Therapie vermieden werden; Johanniskrautpräparate sind kontraindiziert.

Mehr Informationen zu Arzneimittelrisiken von Tivozanib und anderen Wirkstoffen finden Sie in der SCHOLZ Datenbank. Informieren Sie sich unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de und fordern Sie eine kostenlose Demo-Version an.