Rote Hand Brief zu Fingolimod (Gilenya®)

Fingolimod (Gilenya®), was zur Behandlung bestimmter Formen hochaktiver schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose bei erwachsenen Patienten eingesetzt wird, ist bereits bekannt für sein Risiko schwerwiegender Herzrhythmusstörungen auszulösen.

Trotzdem wurden Fälle von schwerwiegenden Arrhythmien bis hin zu Todesfällen festgestellt. Deshalb wurden nun die Kontraindikationen bei bestehenden kardialen Erkrankungen wurden erweitert.

Absolut kontraindiziert ist Fingolimod nun bei Patienten mit

  • schweren Herzrhythmusstörungen, die Antiarrhythmika aus der Klasse Ia oder III erhalten,
  • Patienten mit Myokardinfarkt, Schlaganfall, TIA (transitorisch ischämische Attacke) bestimmten Formen der Herzinsuffizienz und Angina pectoris,
  • einem QT-Intervall >500 ms
  • AV-Block Grad 2,3 sowie Sick-Sinus Symdrom bei Patienten ohne Herzschrittmachen

Dies sollten sowohl Ärzte als auch Apotheker im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) bei Verordnung und Medikationsanalysen unbedingt berücksichtigen. Die Informationen finden Sie selbstverständlich ab dem nächsten Update am 15.11 in der SCHOLZ Datenbank.

Quelle: Rote Hand Brief zu Fingolimod (Gilenya®), Novartis, 06.11.2017, Zur Ansticht hinterlegt bei der Arzneimittelkomission der deutschen Ärzteschaft: https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2017/20171106.pdf