News Arzneimittelrisiken: SGLT-2-Inhibitoren – Risiko einer diabetischen Ketoazidose

Zu den sog. SGLT-2-Inhibitoren gehören die Wirkstoffe Dapagliflozin und Empagliflozin. Diese Wirkstoffe werden zur Blutzuckersenkung bei Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt. Sie wirken, indem Sie den Natrium-Glukose-Cotransporter 2 (SGLT-2) in der Niere hemmen. So wird weniger Glucose in der Niere rückresorbiert und folglich der Blutzuckerspiegel gesenkt.

Nun wurde über schwere, teils lebensbedrohliche Fälle von diabetischer Ketoazidose unter einer Therapie mit SGLT-2-Inhibitoren berichtet. Kürzlich wurde ein neues Bewertungsverfahren eingeleitet. Verschiedene Hersteller informieren nun aber schon in einem gemeinsamen Informationsbrief über die Risiken. Ungewöhnlich ist, dass die Ketoazidose in einigen Fällen bei nur mäßig erhöhten Blutzuckerwerten [<250mg/dl) auftrat. Dadurch kann die Diagnose erschwert werden. Die Patienten sollten über die Symptome einer metabolischen Azidose (Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, starker Durst, Atembeschwerden, Verwirrtheit, Müdigkeit/Schläfrigkeit) aufgeklärt werden.

Ca. die Hälfte der Fälle trat in den ersten zwei Behandlungsmonaten auf und ein Drittel davon im Rahmen des „Off-Label Use“ bei Typ-1-Diabetes.

 

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

 [1] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/2015-20.html