Zwei neue Wirkstoffe im Bereich der Onkologie: Teil 2 – pharmakodynamische Interaktionen von Ceritinib

Im letzten Blog wurde bereits über Indikation und Wirkmechanismus von Ceritinib informiert, sowie die Wechselwirkungen des zweiten neuen onkologischen Wirkstoffes Lenvatinib beschrieben. Ceritinib weist im Vergleich zu Lenvatinib ein sehr viel höheres Wechselwirkungspotential auf. In diesem Blog wollen wir zunächst die pharmakodynamischen Interaktionen von Ceritinib betrachten. Diese können z.B. das Herz und den Blutzucker betreffen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ceritinib mit anderen bradykard-wirkenden Arzneimitteln wie z.B. Betablockern, kann es zu einer Verstärkung der bradykarden Wirkung kommen.

Weiterhin wurde unter Ceritinib eine QT-Zeit-Verlängerung beobachtet. Dies ist besonders kritisch bei Patienten, die Risikofaktoren für eine QT-Zeit-Verlängerung aufweisen und die weitere Arzneimittel einnehmen, welche ebenfalls das QT-Intervall verlängern können, besonders vorsichtig sein.

Ceritinib kann auch Hyperglykämien verursachen. Somit kann die Wirkung von Antidiabetika abgeschwächt werden. Besonders hoch ist das Hyperglykämie-Risiko in Verbindung mit einer Steroid-Therapie.