DAZ Datenbankvergleich Interaktionsprüfung: SCHOLZ Datenbank als effektives, technologieweisendes Instrument bestätigt

Kommentar zum Artikel Ich frag‘ mal schnell meine Datenbank“, Dorothee Dartsch, Deutsche Apotheker Zeitung Nr. 51/52 18.12.2014

Die hier detailliert durchgeführte Vergleichsanalyse von acht Programmen für die Interaktionsprüfung hat ergeben, dass sich das Funktionalitäten-Spektrum der SCHOLZ Datenbank teils erheblich von dem anderer Programme unterscheidet:

  1. Zweidimensionale Klassifizierung der Wechselwirkungen nach Relevanz und Häufigkeit (Bewertungskriterien ohne Häufigkeitsschätzung sind für Nutzen/Risiko-Überlegungen nur bedingt geeignet)
  2. Dezidierte Darstellung der Wechselwirkungen von Dreierkombinationen, wenn dadurch die Klassifizierung und Nutzen/Risiko-Einschätzung für die Wechselwirkung gegenüber der entsprechenden binären Zweierkombination positiv oder negativ verändert ist
  3. Dynamische Steuerung der Klassifizierung der Wechselwirkungen in Abhängigkeit von Dosierung und Zahl der involvierten Wirkstoffe
  4. Systematische Auflistung kumulierender Nebenwirkungen, z.B. „QT-Intervall-Verlängerung“, „Agranulozytose“, „Hepatitis“ oder „Verstopfung“
  5. Systematische Auflistung von Nebenwirkungen, die bei Eintreten Kontraindikationen oder Anwendungsbeschränkungen für andere Arzneimittel darstellen
  6. Beschreibung der Wechselwirkungen nicht nur unter Risiko-Gesichtspunkten sondern auch als Analyse von Nutzen und Risiko, den Kategorien, in welchen der verordnende Arzt ebenfalls denkt und denken muss
  7. Einbeziehung von Risikofaktoren, insbesondere auch wichtigen genetischen Polymorphismen, zur besseren Bestimmung des patientenindividuellen Interaktionsrisikos
  8. ATC-Code-basiertes Optimierungssystem zum Auffinden risikoärmerer Alternativen
  9. Pubmed/MEDLINE-Schnittstelle mit Mesh-Term-Converter zur Literaturrecherche

Wir betrachten diese Analyse als Bestätigung unserer Arbeit und Expertise, mit der die SCHOLZ Datenbank seit mehr als 30 Jahren (1) technologieweisende Entwicklungsimpulse gesetzt hat und auch in Zukunft setzen wird, um Arzt und Apotheker bei der patientenindividuellen Beratung zum Thema Interaktionen wirksame Unterstützung zu geben.

(1) siehe auch „SCHOLZ-Arzneimittel-Datenbank“, Wolfgang Scholz, Deutsche Apothekerzeitung Nr. 14, 2.4.1992