Alprostadil mit neuer Applikationsform – Wechselwirkungspotential auch lokaler Anwendung zu beachten!

Das Prostaglandin-Analogon Alprostadil wird u.a. parenteral zur Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit und lokal zur Therapie der erektilen Dysfunktion eingesetzt. Bisher wurde Alprostadil zur intrakavernösen Injektion in der Therapie der erektilen Dysfunktion eingesetzt. Mit der lokal topischen Anwendungsmöglichkeit kommt nun eine neue Darreichungsform in den Handel.

Obwohl das Wechselwirkungsrisiko bei der lokal topischen Darreichungsform geringer ist und nicht in speziellen Studien untersucht wurde, sollte man die möglichen Wechselwirkungen mit Alprostadil im Hinterkopf behalten. Die wichtigsten Wechselwirkungen von Alprostadil werden hier noch mal in Kürze dargestellt und sind natürlich in ausführlicher Form in der SCHOLZ Datenbank zu finden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulantien kann es zu einem erhöhten Blutungsrisiko kommen. In Kombination mit anderen Mitteln, die zur Behandlung der erektilen Dysfunktion eingesetzt werden, kann ein Priapismus auftreten. Insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von PDE-5-Hemmern, wie z.B. Sildenafil, besteht zusätzlich ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. In Kombination mit Antihypertensiva oder Vasodilatatoren kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung kommen. Umgekehrt können gefäßverengende Substanzen wie z.B. Sympathomimetika die Wirkung von Alprostadil abschwächen.