Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln sind nicht zu unterschätzen

Anlässlich des Tages der Apotheke wird heute deutschlandweit in Apotheken zum Thema Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln informiert. Diese Wechselwirkungen sind vielfältig und werden oft unterschätzt.

Ein alltägliches Beispiel ist die mögliche Beeinträchtigung der Wirkung einiger Antibiotika durch den gleichzeitigen Verzehr von Milchprodukten. Mit dem Calcium aus der Milch bilden einige Antibiotika aus der Klasse der Tetracycline oder Gyrasehemmer schwerlösliche Komplexe und können nicht mehr in ausreichender Menge vom Körper aufgenommen werden.

Viele andere Nahrungsmittel können auf unterschiedlichste Art und Weise die Wirkung von Arzneimitteln reduzieren oder auch Wirkungen sowie Nebenwirkungen verstärken. Interaktionen mit Nahrungsmitteln treten sowohl auf pharmakolodynamischer, als auch auf pharmakokinetischer Ebene auf. So kann, wie im oben genannten Beispiel, direkt im Magen-Darm-Trakt die Löslichkeit und die Resorption von Arzneimitteln beeinflusst werden. Weiterhin kann der Abbau von Arzneimitteln gehemmt werden wie z.B. durch Grapefruitsaft. Einige Nahrungsmittel vermindern aber auch durch gegenteilige Wirkungen die Wirksamkeit von bestimmten Arzneimitteln. So können z.B. Vitamin K-reiche Nahrungsmittel, wie Brokkoli und Grünkohl, die Wirkung des Gerinnungshemmers Marcumar beeinträchtigen.

Mehr Information zu dieser und anderen Wechselwirkungen finden Sie in der SCHOLZ Datenbank.