Auch das Antibiotikum Clindamycin erhöht das Blutungsrisiko bei gleichzeitiger Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten

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Einige Antibiotika erhöhen in Kombination mit Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin und Phenprocoumon die Blutungsneigung. Bisher galt das Antibiotikum Clindamycin in dieser Hinsicht als ungefährlich. In einzelnen Fällen wurden allerdings unter Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten und Clindamycin erhöhte Blutgerinnungswerte (PT,INR) und/oder Blutungen festgestellt. Aufgrund dieser Einzelfallberichte empfahl das PRAC (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee) den Hinweis auf verstärkte Blutgerinnungshemmung bei gleichzeitiger Therapie mit Vitamin K-Antagonisten und Clindamycin in der Gebrauchsinformation von Clindamycin-haltigen Arzneimitteln zu ergänzen.

Bei Patienten, die unter Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten zusätzlich mit Clindamycin behandelt werden, sollten die Blutgerinnungswerte (PT/INR) engmaschig überwacht werden.