Stiftung Warentest testet Deutschlands Apotheken

Die Stiftung Warentest testete Deutschlands Apotheken. Das Ergebnis fiel negativ aus! Defizite wurden jedoch nicht im Service sondern in der fachlichen Qualität festgestellt. So wurden gefährliche Wechselwirkungen bei der Herausgabe bestimmter Medikamente, mit Ausnahme einer Apotheke, nicht festgestellt.

Als besonders “fatales” Beispiel führt die Stiftung Warentest ein Rezept mit Tamoxifen und Paroxetin an. Die Anwendung des bei Brustkrebs eingesetzten Arzneistoffs Tamoxifen in Kombination mit dem Antidepressivum Paroxetin kann drastische Folgen haben. Tamoxifen ist ein sogenanntes Prodrug, welches im Körper erst durch spezielle Enzyme zu aktiven Metaboliten (Abbauprodukte) umgewandelt werden muss, um das Krebszellwachstum zu hemmen. Der Abbau zu diesen antioströgen und zytostatisch wirksamen Metaboliten erfolgt im Wesentlichen über die Enzyme des Cytochrom P450-Systems. Das Enzym CYP2D6 nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Dieses Enzym kann durch einzelne Arzneistoffe, zu denen auch Paroxetin zählt, blockiert werden. Die Folge ist, dass die Wirksamkeit von Tamoxifen stark gemindert wird und der Therapieerfolg der Brustkrebsbehandlung gefährdet ist.

Aus diesem Grund ist die Kombination von Tamoxifen mit starken CYP2D6-Hemmern unbedingt zu vermeiden ist.

Beratungsinformationen zu Tamoxifen finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Ergebnis des Stiftung Warentest finden Sie hier: http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2014/04/24/apothekenberatung-eher-schlecht/12651/