Archiv für den Monat: November 2016

Risikofokus – ein neuer Begriff für die gezielte Risikoanalyse

Um gezielter zu recherchieren sind spezielle Einstellungen und Suchfunktionen notwendig. Eine gezielte Recherche ist oft sehr viel übersichtlicher und zeitsparend und stellt somit eine sehr wichtige Funktion in der SCHOLZ Datenbank dar.

Zur gezielten Risikoanalyse gab es in der SCHOLZ Datenbank bisher die Funktion „marginales Risiko“ sowohl für Diagnosen als auch für Medikamente. Dieser Begriff wurde nun umbenannt in „Risikofokus“. Die Funktion ist die gleiche:

  1. Risikofokus Medikamente: Hier kann ein Medikament ausgewählt werden und die Anzeige der Wechselwirkungen auf genau dieses z.B. neu hinzugekommene Medikament beschränkt werden. Dadurch gestaltet sich die Analyse viel übersichtlicher und man sieht direkt, ob schwere, klinisch relevante Interaktionen hinzugekommen sind.
  2. Risikofokus Diagnosen: Hier hat man die Möglichkeit sich auch bei der Analyse von Diagnosen und Symptomen auf eine bestimmte Erkrankung bzw. ein Symptom zu fokussieren. Dies wirkt sich auf die Suchfunktion „Symptomatische Nebenwirkungen“ sowie die Analyse der Kontraindikationen aus. Dadurch werden sowohl die Nebenwirkungsanalyse als auch die Kontraindikationsanalyse gezielter und schneller.

Mehr Informationen dieser und anderer Funktionen der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de oder fordern Sie direkt eine kostenlose Demo-Version an unter http://www.scholz-datenbank.de/licenses/new?product_id=17

News Arzneimittelrisiken: Rote-Hand-Briefe zu Lenalidomid und Apremilast

Aktuell wurden zwei Rote-Hand-Briefe der Firma Celgene herausgegeben.

Im ersten Rote-Hand-Brief wird vor dem gelegentlichen Auftreten von Suizidgedanken bzw. suizidalem Verhalten unter der Therapie mit Apremilast (Otezla®) gewarnt [1]. Apremilast gehört zu den sog. krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Arzneimitteln (DMARDs) und ist indiziert zur Behandlung von rheumatoider Arthritis sowie der aktiven Psoriasis-Arthritis. Patienten sollen darüber aufgeklärt werden, ihren Arzt bei Stimmungs- oder Verhaltensänderungen zu informieren. Bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen oder bei Einnahme von Arzneimitteln, die solche Symptome verursachen können, ist besondere Vorsicht geboten.

Der zweite Rote-Hand-Brief betrifft den Wirkstoff Lenalidomid (Revilimid®), welcher zur Behandlung eines Multiplen Myeloms, myelodysplastischen Syndromen oder eines Mantelzell-Lymphoms eingesetzt werden kann [2]. In Anwendungsbeobachtungen wurden mit einer Häufigkeit von <0,01% Fälle von einer Hepatits-B-Virus-Reaktivierung, teilweise mit Fortschreiten der Erkrankung bis hin zum Leberversagen, festgestellt. Weiterhin wurde eine Reaktivierung von Herpes-Zoster-Viren unter Lenalidomid-Therapie festgestellt. Somit ist bei Patienten mit einer Hepatitis-B-Infektion in der Vergangenheit sowie einer Herpes-Zoster-Infektion in der Anamese Vorsicht angebracht.

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken sowie zum Thema AMTS finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

[1] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2016/20161108.pdf

[2] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2016/20161109.pdf