Archiv für den Monat: August 2016

NEU in der SCHOLZ Datenbank: Pitolisant (Wakix®)

Im August wurden mehrere neue Wirkstoffe in die SCHOLZ Datenbank aufgenommen wie z.B. Pitolisant oder Velpatasvir (in Kombination mit Sofosbuvir).

In diesem Beitrag werden die wichtigsten Risiken im Hinblick auf die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) für den Wirkstoff Pitolisant dargestellt.

Pitolisant ist ein Modulator des Histamin-3-Rezeptors und kann zur Behandlung der Narkolepsie eingesetzt werden.

Bzgl. pharmakokinetischer Interaktionen sollte eine mögliche Induktion der Enzyme CYP3A4, CYP2B6 sowie von UDP-Glucuronosyltransferasen (UGT) durch Pitolisant beachtet werden. Besonders bei CYP3A4-Substraten mit geringer therapeutischer Breite ist Vorsicht angebracht. Auch Transportproteine wie P-gp werden evtl. induziert. Pitolisant ist selbst Substrat von CYP3A4 und CYP2B6. Induktoren dieser Enzyme können die Wirksamkeit herabsetzen. Sollte der Plasmaspiegel durch Inhibition dieser Enzyme stark erhöht werden besteht u.a. die Gefahr einer QT-Intervall-Verlängerung unter Pitolisant.

Auf pharmakodynamischer Ebene kann Pitolisant die magenschleimhautschädigende Wirkung von NSAR und Glucocorticoiden erhöhen und es kann bei Kombination verstärkt zu säurebedingten Magenbeschwerden wie Sodbrennen, Gastritis oder Ulzera kommen. Vorsicht ist folglich geboten bei Patienten mit säurebedingten Magenerkrankungen.

Außerdem ist Vorsicht bei Patienten mit psychischen Erkrankungen, Ernährungsstörungen, Epilepsie oder Herzerkrankungen geboten. Kontraindiziert ist Pitolisant in der Stillzeit und bei schwerer Leberfunktionsstörung.

 

Mehr Informationen zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.