Archiv für den Monat: April 2016

Neuer Wirkstoff in der SCHOLZ Datenbank: Ospemifen, ein selektiver Estrogen-Rezeptor-Modulator (SERM)

Ospemifen (Senshio®) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der selektiven Estrogen-Rezeptor-Modulatoren. Er wird bei postmenopausalen Frauen zur Therapie der vulvovaginalen Atrophie eingesetzt.

Unter Gesichtspunkten der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sollte u.a. beachtet werden, dass generell bei einer Therapie mit selektiven Estrogen-Rezeptor-Modulatoren die Gefahr von venösen thromboembolischen Ereignissen (VTE) erhöht ist.

Auch pharmakokinetische Wechselwirkungen sind im Bezug auf Ospemifen zu berücksichtigen. Ospemifen ist ein Substrat der Cytochrom P450-Enzyme CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4. Mit Inhibitoren dieser Enzyme, insbesondere wenn mehrere Enzyme gleichzeitig gehemmt werden, wie bei gleichzeitiger Anwendung mit Fluconazol, ist Vorsicht geboten.

Mehr Informationen zu Ospemifen und damit verbundenen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Erweitertes Optimierungssystem

NEU in der SCHOLZ Datenbank: Optimierungssystem jetzt auch mit Äquivalenzdosierungen

Im ATC-Code basierten Optimierungssystem der SCHOLZ Datenbank sind ab sofort auch Äquivalenzdosierungen zu finden!

Dies vereinfacht und beschleunigt die Suche nach einem Alternativmedikament, da nun nicht mehr nur ein Arzneimittel mit geringerem Risiko in kürzester Zeit gefunden werden kann, sondern dem Nutzer auch im gleichen Zuge signalisiert wird, ob das alternative, risikoärmere Medikament eine äquivalente Wirkstärke besitzt wie das ursprüngliche Medikament.

Die SCHOLZ Datenbank bietet dem Apotheker somit eine besonders transparente und differenzierte Darstellung von Arzneimittelrisiken mit komfortablen Suchfunktionen, um alternative Medikationen unter den Gesichtspunkten Wirkstärke und Interaktionsrisiko schnell zu ermitteln. Damit beinhaltet das Optimierungssystem die wesentlichen Komponenten für eine bei der ärztlichen Arzneitherapie übliche Nutzen/Risikoabwägung.

Mehr Informationen zum erweiterten Optimierungssystem und der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de oder fordern Sie weiteres Informationsmaterial unter marketing@eprax.de an.

 

 

Gebrauchsinformationen der SCHOLZ Datenbank an allen Krankenbetten im UKE Hamburg

Die elektronischen Gebrauchsinformationen der SCHOLZ Datenbank sind mittlerweile an den Patiententerminals aller Krankenbetten im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verfügbar [1]. Diese Maßnahme wurde im Rahmen der Umsetzung der Handlungsempfehlung „Arzneimitteltherapiesicherheit im Krankenhaus“ durchgeführt. So kann sich der Patient jederzeit über die von ihm eingenommenen Medikamente bzgl. Indikation, Arzneimittelrisiken und Handhabung informieren.

Diese Gebrauchsinformationen werden über den Service beipackzettel.de bereitgestellt. Dieser 2015 ins Leben gerufene Onlineservice der SCHOLZ Datenbank, soll die ArzneimittelTherapieSicherheit (AMTS) und Effizienz bei der Anwendung von Arzneimitteln verbessern.

Lesen Sie dazu auch folgende Blog-Beiträge:

http://news.eprax.de/?p=316

http://news.eprax.de/?p=384

oder informieren Sie sich direkt auf den Seiten beipackzettel.de und der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.beipackzettel.de , www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

[1]. Umsetzung der Handlungsempfehlung „Arzneimitteltherapiesicherheit im Krankenhaus“ im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Michael Baehr; Krankenhauspharmazie; 2016; 37:138–44.

Sturzgefahr

Nebenwirkungsanalyse mit der SCHOLZ Datenbank: Folge 4 – Sturzgefahr

Die SCHOLZ Datenbank bietet eine komfortable und umfassende Nebenwirkungsanalyse und unterstützt dadurch die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). In der Blog-Reihe „Nebenwirkungsanalyse mit der SCHOLZ Datenbank“ wurden bereits die Funktionen „symptomatische Nebenwirkungen“ (http://news.eprax.de/?p=478), „organspezifische Nebenwirkungen“ (http://news.eprax.de/?p=483) und „gleiche Nebenwirkungen“ (http://news.eprax.de/?p=487) vorgestellt.

 Eine Erhöhung der Sturzgefahr durch Medikamente stellt v.a. bei alten Menschen ein großes Problem dar.

 Folgende Fakten verdeutlichen, wie groß die Gefahr durch Stürze tatsächlich ist [1], [2], [3]:

  • In den Altersgruppen über 65 bzw. über 85 Jahren stürzt jeder dritte bzw. jeder zweite einmal pro Jahr!
  • 50% der Menschen, die wegen Sturz stationär behandelt werden,
    sterben innerhalb von einem Jahr
  • Bei Einnahme von 4-5 Medikamenten steigt das Sturzrisiko um das 4-fache, bei Einnahme von 10 oder mehr Medikamenten sogar um das 5,5-fache
  • mehr als ein Drittel der alten Patienten mit ≥ 5 Krankheiten und Polypharmazie
  • Bei mehr als 100 der 400 „essentiellen“ Arzneimittel kommen sturzfördernde Nebenwirkungen mehrfach vor

Mit Hilfe der SCHOLZ Datenbank erkennen Sie auf einen Blick, in welchem Umfang bei einem Patienten mit Multimetikation Nebenwirkungen vorkommen, welche die Sturzgefahr erhöhen. Diese Übersicht kann Ihnen Helfen die Sturzgefahr zu reduzieren.

 

Mehr Information zum Optimierungssystem und weiteren praktischen Funktionen der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

[1] Gesundheit und Krankheit im Alter Herausgeber Karin Böhm, Statistisches Bundesamt Clemens Tesch-Römer, Deutsches Zentrum für Altersfragen Thomas Ziese, Robert Koch-Institut Robert Koch-Institut, Berlin 2009

[2] HKK Gesundheitsreport Polypharmazie, Dr. Bernhard Braun, 2012

[3] Polypharmazie und Sturze im Alter. Sommeregger, U., Iglseder, B. et al. (2010); Wien Med Wochenschrift; 160/11–12: 293–296.