Archiv für den Monat: Dezember 2015

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Für die ePrax AG war das Jahr 2015 ein sehr ereignisreiches und aufregendes Jahr.

Angefangen hat es im Januar 2015 mit dem Pharmschool-Symposium an der Universität Münster, wo die ePrax AG seit der ersten Stunde als Sponsor und Aussteller dabei ist.

Im März wurde es dann richtig turbulent, als die ePrax AG auf dem Westfälisch-Lippischen Apothekertag in der Halle Münsterland und direkt im Anschluss daran auch noch auf der weltgrößten Computermesse, der CeBit in Hannover, die SCHOLZ Datenbank präsentierte.

Im Sommer war dann Zeit für neue Entwicklungen und so konnte auf der expopharm im Herbst 2015 ein neues Modul der SCHOLZ Datenbank vorgestellt werden: Das SCHOLZ Datenbank MDDI. MDDI steht für Multi Drug Drug Interactions und bezeichnet eine völlig neuartige Betrachtungsweise von Arzneimittelwechselwirkungen. Der MDDI Calculator ist in der Lage Schätzungen zu möglichen Plasmaspiegelanstiege zu berechnen und Empfehlungen zu Dosisanpassungen zu geben. Durch dieses neue Tool wird die Auswertung von Interaktion insbesondere bei Polymedikation erleichtert, was zu einer enormen Zeitersparnis im Wechselwirkungs-Check führt.

Weiterhin freuen wir uns sehr über die Kooperationspartnerschaft mit der LINDA AG/ MVDA, die seit dem 01.10.2015 besteht.

 

Nach diesem kleinen Jahresrückblick wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2016!

Wir danken unseren Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit, den Kunden das entgegengebrachte Vertrauen und unseren Blog-Lesern für das Interesse!

Mehr Information zu den Neuentwicklungen der SCHOLZ Datenbank finden Sie auf www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

WLAT WLAT220151002_131540 000_CeBI_2015_small MDDI Calculator Einführung (2) 261115

Neu in der SCHOLZ Datenbank: Cobimetinib

Mit Cobimetinib (Cotellic®) kommt im Dezember ein neuer MEK-Inhibitor zur oralen Gabe in den Handel.

Cobimetinib ist ein reversibler, allosterischer und selektiver Inhibitor des Mitogen-aktivierten-Proteinkinase-Wegs (MAPK). Cobimetinib ist in Kombination mit Vemurafenib, einem BRAF-Serin-Threonin-Kinase-Inhibitor, indiziert zur Behandlung eines nicht rezidivierbaren oder metastsierten Melanoms mit BRAF-V600-Mutation.

Cobimetinib wird hauptsächlich über das Cytochrom P450-Enzym CYP3A4 metabolisiert (Phase-I-Metabolismus) und über die UDP-Glucoronosyltransferase UGT2B7 (Phase-2-Metabolismus) glucoronidiert. Weiterhin ist Cobimetinib ein Substrat des Efflux-Transporters P-Glycoprotein (P-gp). In vitro ist Cobimetinib ein Induktor von CYP1A2, ein mäßiger Inhibitor des Efflux-Transporters BCRP und ein schwacher Inhibitor der Transportproteine OATP1B1, OATP1B3 und OCT1.

Somit müssen unter Gesichtspunkten der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in jedem Fall Interaktionen mit CYP3A4- und/ oder P-gp-Inhibitoren und -Induktoren beachtet werden. Die gleichzeitige Gabe von moderaten bis starken CYP3A4- und/ oder P-gp-Inhibitoren sowie -Induktoren sollte vermieden werden,

Weiterhin könnten auch Interaktionen mit Substraten von CYP1A2, BCRP. OATP1B1/1B3 oder OCT1 auftreten. Hierzu liegen derzeit keine klinischen Daten vor. Die Relevanz dieser Wechselwirkungen ist daher unklar.

Zu beachten sind unbedingt auch die Interaktionen und Nebenwirkungen von Vemurafenib, da dies in Kombination mit Cobimetinib gegeben wird. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass Vemurafenib ein hohes Risiko für eine QT-Intervall-Verlängerung mit sich bringt. Weiterhin kann Vemurafenib kinetische Interaktionen mit CYP1A2-, CYP2B6-, CYP2C8-, CYP3A4- oder P-gp-Substraten hervorrufen. Hierbei ist auch an die lange Halbwertszeit von Vemurafenib zu denken, weshalb Inhibitionseffekte auch noch 8 Tage nach Beendigung einer Vemurafenib-Therapie anhalten können.

 

Mehr Information zu diesen und anderen Wechselwirkungen, Nebenwirkungen oder Kontraindikationen dieses Arzneimittels finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

News Arzneimittelrisiken: Rote-Hand-Briefe zu Dimethylfumarat

In den aktuellen Rote-Hand-Briefen zu Dimethylfumarat geht es um die Bekanntmachung neuer Maßnahmen zur Senkung des Risikos einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML). Dimethylfumarat wird einerseits zur Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose eingesetzt (Tecfidera®); andererseits wird zur oralen Therapie von Psoriasis vulgaris angewendet (Fumaderm®).

Um das PML-Risiko zu senken sind sowohl vor der Therapie, als auch während der Therapie bestimmte Maßnahmen notwendig, die sowohl Ärzte als auch Apotheker kennen sollten, um die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) zu erhöhen.

Für beide Dimethylfumarat-haltigen Arzneimittel gilt, dass vor der Therapie ein großes Blutbild einschließlich Lymphozyten bestimmt werden sollte und die Patienten über die Symptome einer PML sowie die bei Auftreten dieser Symptome zu ergreifenden Maßnahmen aufgeklärt werden sollten. Im Falle von Tecfidera® sollte in den 3 Monaten vor Therapiebeginn eine Referenz-MRT-Untersuchung erfolgen.

Während der Therapie sollte die Bestimmung eines großen Blutbildes erfolgen: Im Falle von Tecfidera® einschließlich Lymphozyten alle 3 Monate; im Falle von Fumaderm® einschließlich Differenzialblutbild und Blutplättchenzahl alle 4 Wochen.

Werden bestimmte Lymphozytenzahlen unterschritten (genaue Werte siehe Rote-Hand-Briefe), sollte entweder die Dosis reduziert bzw. die Therapie abgebrochen werden und der Patient überwacht werden.

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken sowie zum Thema AMTS finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Fumaderm®

[1] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/2015-34.html

[2] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2015/20151124.pdf

 

Tecfidera®

[3] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/2015-35.html

[4] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2015/20151123.pdf