Archiv für den Monat: Oktober 2015

Arzneimitteltherapiesicherheit: Die SCHOLZ Datenbank gratuliert 103 neuen AMTS-Managern in Westfalen-Lippe

Am letzten Wochenende fand in Münster wieder einmal das AMTS-Symposium der Apothekerkammer Westfalen-Lippe statt, welches den Abschluss der Zusatzqualifikation eines Apothekers als „AMTS-Manager“ darstellt. Einer stolzen Zahl von 103 engagierten Apothekern und Apothekerinnen wurde am Samstag das Zertifikat über die Ausbildung zum AMTS-Manager der Apothekerkammer Westfalen-Lippe verliehen.

Mit den Kenntnissen, die in den Seminaren erlernt wurden, können die frisch gebackenen AMTS-Manager nun verstärkt und professionell dabei helfen, die Patientensicherheit zu erhöhen, indem sie in Ihren Apotheken professionelle Medikationsanalysen durchführen und dadurch arzneimittelbezogene Probleme sowie Risiken verhindern.

Essentiell für diese Tätigkeiten ist neben fundiertem Wissen durch eine gute Ausbildung auch immer ein gutes Arzneimittelinformationssystem. Die SCHOLZ Datenbank ist speziell für die Tätigkeit eines Apothekers im Bereich AMTS konzipiert und hilf Arzneimittelrisiken wie Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen auf einen Blick zu erkennen. Das Optimierungssystem der Datenbank hilft dem Anwender in kürzester Zeit risikoärmere Alternativen zu gefährlichen Arzneimitteln zu finden. Weiterhin ist es möglich mit der Datenbank in kürzester Zeit einen Medikationsplan nach der offiziellen Spezifikation der Arbeitsgruppe für AMTS des Bundesgesundheitsministeriums zu erstellen.

Die SCHOLZ Datenbank entwickelt ständig neue Tools, um Ärzten und Apothekern die Analyse von Arzneimittelrisiken zu erleichtern und somit die Patientensicherheit zu erhöhen. MDDI nennt sich das neueste Modul, welches durch die Anzeige multipler Interaktionen zu einem enormen Mehrwert im Bereich der Wechselwirkungsanalyse führt.

Neugierig geworden? Mehr Information zur SCHOLZ Datenbank finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Deutsche ApothekerZeitung berichtet über den SCHOLZ Datenbank MDDI Calculator.

In der aktuellen Ausgabe der Deutschen ApothekerZeitung vom 22.10.2015 wird über die SCHOLZ Datenbank und ihren neuen MDDI Calculator berichtet. MDDI steht für Multi Drug Drug Interactions. Dieses neuartige Datenbankmodell ermittelt besonders schwerwiegende Interaktionen, die auf multiplen Mechanismen beruhen. Der MDDI Calculator ist in der Lage mögliche Plasmaspiegelanstiege zu kalkulieren und Empfehlungen zu Dosisanpassungen zu geben. Durch dieses neue Tool wird die Auswertung von Interaktion v.a. bei Polymedikation erleichtert, was zu einer enormen Zeitersparnis im Wechselwirkungs-Check führt.

Hier der Artikel:

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Bild: Frau Dr. Brune berät interessierte Kollegen über den SCHOLZ Datenbank MDDI Calculator.

News: Arzneimittelrisiken – Rote Hand Brief zu Crizotinib

Während der Therapie mit Crizotinib (Xalkori®), einem Inhibitor der ALK-Tyrosinkinase (ALK = anaplastic lymphoma kinase), wurden schwere, sogar tödlich verlaufende Fälle, von Herzinsuffizienz beobachtet [1]. Crizotinib wird angewendet zur Therapie des ALK-positiven nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms.

Die Herzinsuffizienz trat sowohl bei Patienten mit als auch ohne vorbestehende Herzerkrankungen auf. 1,1% der Patienten zeigten im Rahmen von klinischen Studien (n = 1669) eine Herzinsuffizienz jeglicher Schweregrade. Seit Inverkehrbringen von Crizotinib haben ca. 14.700 Patienten das Medikament erhalten. Bei 40 Patienten wurde über eine Herzinsuffizienz berichtet, die meist im ersten Behandlungsmonat auftrat. Davon endeten 15 Fälle tödlich.

Die Patienten sollten während der Behandlung mit Crizotinib auf Symptome einer Herzinsuffizienz wie z.B. Ödeme, Dyspnoe oder Gewichtszunahme überwacht werden. Falls diese Symptome auftreten, kann eine Reduktion der Dosis oder das Beenden der Crizotinib-Therapie notwendig sein. Die Fachinformation wird hinsichtlich dieser Informationen ergänzt.

Für den Arzt oder Apotheker ist es im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) auch wichtig zu wissen, dass Crizotinib auch andere schwere Nebenwirkungen am Herzen verursachen kann wie z.B. eine QT-Zeit-Verlängerung und Bradykardie. Somit kann es zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln kommen, die ebenfalls eine QT-Zeit-Verlängerung oder Bradykardien auslösen können.

 

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

[1] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2015/20151013.pdf

[2] Fachinformation Xalkori, Pfizer, April 2015

News: Arzneimittelrisiken – Fallbericht zu Leukenzephalopathie und Hirnödem unter Etanercept

Etanercept (Enbrel®) wird zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis in Kombination mit Methotrexat (MTX) oder als Monotherapie eingesetzt, wenn die Therapie mit Basistherapeutika wie z.B. Methotrexat nicht den gewünschten therapeutischen Effekt erzielt oder nicht vertragen wird. Weiterhin kann es in bestimmten Fällen zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis oder Plaque Psoriasis angewendet werden. Etanercept ist ein Inhibitor des proinflammatorischen Zytokins TNFα (Tumornekrosefaktor alpha).

Kürzlich wurde der Fall einer 34-jährigen Patientin gemeldet, die unter Etanercept-Therapie eine Leukenzephalopathie mit ödematösen Veränderungen entwickelte. Die Symptome bildeten sich nach Absetzen von Etanercept teilweise zurück. Die endgültige Diagnose war eine direkt toxische Myelin-Schädigung durch Etanercept- sprich eine toxische Leukenzephalopathie.

Neben dem beschriebenen Fall existieren in der Literatur weitere Hinweise auf seltene, meist reversible Schädigungen der weißen Substanz im zentralen Nervensystem (ZNS)*, durch Etanercept.

Wichtig für die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS): Hinsichtlich dieser Nebenwirkung und ihrer Symptomatik sollte eine Aufklärung der Patienten erfolgen. Bei Verdacht auf das Auftreten dieser Nebenwirkung oder neurologischen Symptomen nach entsprechender Differentialdiagnostik sollte die Etanercept Therapie pausiert oder abgebrochen werden und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

 

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

 [1] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Bekanntgaben/Archiv/2015/20151002.html bzw. http://www.aerzteblatt.de/pdf/112/40/a1637.pdf?ts=29.09.2015+08%3A39%3A07

* weiße Substanz: Der Teil des ZNS, der von den Nervenfasern (Axonen) durchzogen ist. Weißfärbung durch Myelinscheiden.

Expopharm 2015 in Düsseldorf: Bei Interaktionen besser und schneller informiert sein mit MDDI Multi Drug Drug Interactions der SCHOLZ Datenbank

Die neuen SCHOLZ Datenbank Module stießen bei den Besuchern der expopharm 2015 auf großes Interesse.

Besonders das Modul MDDI – Multi Drug Drug Interactions – begeisterte Besucher, Firmen und Journalisten auf Anhieb.

Was genau ist MDDI und wofür steht es?

Hier die Erklärung:

Die Beeinflussung eines Arzneimittels durch beliebig viele andere Arzneimittel und „multiple“ Interaktionsmechanismen in Sekundenschnelle qualitativ und quantitativ zu erkennen, das ist mit der SCHOLZ Datenbank 2016 mit ihrem völlig neuen Datenbankmodell und dem MDDI Calculator möglich. Traditionelle Systeme ermitteln Wechselwirkungen in der Regel nur zwischen zwei Wirkstoffen, also pärchenweise. Es liegt dann am Anwender, die dargestellten Risiken richtig zu deuten und sie in ihrer gesamten Wertigkeit für ein betroffenes Arzneimittel einzuschätzen. Dieses Verfahren ist mühsam und zeitaufwendig. Die Vielzahl angezeigter Wechselwirkungen überflutet den Anwender auch häufig. Der MDDI Calculator lässt nun mit einem einzigen Klick und Blick erkennen, wie zum Beispiel die Dosisanpassung von Warfarin aussehen könnte, wenn es gleichzeitig mit Fluconazol, Ciproflloxacin und Omeprazol kombiniert wird.

Diese Sichtweise machte es notwendig, das alte “Pärchen-Modell der Interaktionen” durch eine für beliebig viele Arzneimittelbeziehungen gültige allgemeine Theorie der Wechselwirkungen zu ersetzen. Dies geschieht in der SCHOLZ Datenbank durch ein neuartiges Verfahren die Interaktionen als „MDDI“ Multi Drug Drug Interactions betrachtet und analysiert. Dadurch wird einerseits die Fokussierung auf die Arzneimittel unterstützt, die von schweren multiplen, in ihrer Gänze nicht unmittelbar einsichtigen Wechselwirkungen betroffen sind. Der MDDI Calculator ermöglicht andererseits und darüber hinaus durch Einbeziehung pharmakokinetischer Modelle und Daten eine quantitative Analyse, d.h. die Berechnung von Schätzwerten für Dosisanpassungen bei multiplen Interaktionen.

Praktische Problemstellungen lassen sich nun im Gespräch mit Arzt und Patient wesentlich einfacher erläutern. Warum wird das Risiko für Rhabdomyolyse und akutes Nierenversagen deutlich erhöht, wenn ein stabil mit Simvastatin und Amlodipin eingestellter Patient zusätzlich Ciprofloxacin verordnet bekommt? Welche Dosisanpassung kann erforderlich sein, wenn Aripiprazol mit Cinacalcet und Itraconazol jeweils alleine oder zusätzlich in Kombination verabreicht wird? Der neue MDDI Calculator der SCHOLZ Datenbank findet die Antwort auf diese komplexen Fragen sekundenschnell.

IMAG3457  IMAG3454Vorstand der ePrax AG und Apotheker Wolfgang Scholz (rechts) informiert Herrn Rainer Bubenzer (MultiMEDivision: Fachjournalist) über die SCHOLZ Datenbank.

 

20151002_134727  20151002_131540ePrax Vorstand und Apotheker Wolfgang Scholz (links) im Gespräch mit Apothekerin Dr. Britz-Kirstgen und Apotheker Dr. Rostami (http://www.medica-kiel.de/).

“Wer AMTS ernst nimmt, der kommt an der SCHOLZ Datenbank nicht vorbei”, so Frau Dr. Britz-Kirstgen, Apothekerin und Mentorin des LINDA Apothekenverbunds.

“Das ist einmalig”, urteilte Apotheker Dr. Rostami, Inhaber der medica Apotheke aus Kiel, bei der Präsentation des MDDI Calculators der SCHOLZ Datenbank.

 

20151001_103716  20151001_142407Frau Dr. Brune (am PC) und Herr Sintschew (rechts) informieren Messebesucher über die Innovationen der SCHOLZ Datenbank.