Archiv für den Monat: September 2015

Die SCHOLZ Datenbank auf der expopharm 2015

Mit Spannung erwarten wir die expopharm 2015! Morgen geht’s los!

Erfahren Sie mehr über die SCHOLZ Datenbank sowie unsere spannenden neuen Projekte und Entwicklungen. Erleben Sie eine neue Welt der Arzneimittelwechselwirkungen mit der SCHOLZ Datenbank.

 Besuchen Sie uns vom 30.09.2015 bis 03.10.2015

auf der expopharm in Halle 4 an Stand C24!

Mehr Information zu den Arzneimittelinformationen der SCHOLZ Datenbank finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de, .

 

Digitale Beipackzettel der SCHOLZ Datenbank für Patienten im UKE

beipackzettel.de ist der neue Onlinedienst der ePrax AG, der den Patienten alles Wichtige zu einem Medikament in einem neuartigen Beipackzettel-Format mit Schwerpunktinformation zur ArzneiMittelTherapieSicherheit (AMTS) bietet. Hier werden alle Informationen zum Gebrauch der Arzneimittel des normalen Beipackzettels in transparenter und laienverständlicher Art dargestellt. Besonders wichtige Angaben werden unübersehbar am Textanfang in einer Hinweisbox angezeigt. Die Hinweisbox kann sich auf Angaben zur Wirksamkeit beziehen, Anwendungshinweise enthalten oder sich als Warnbox zur Herausstellung besonders schwerwiegender Risiken präsentieren.

Im Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) wird den Patienten der Zugriff auf die digitalen Arzneimittelinformationen der SCHOLZ Datenbank auf beipackzettel.de über Monitore ermöglicht. Darüber berichtete Krankenhausapothekenleiter Dr. Michael Baehr auf einem Symposium des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker in Berlin.

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http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=59849

Mehr Information zu den Arzneimittelinformationen der SCHOLZ Datenbank finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de, oder besuchen Sie uns auf der expopharm in der Halle 4 Stand C24.

 

Neu in der SCHOLZ Datenbank: Evolocumab, der erste monoklonale Antikörper zur Behandlung der Hypercholesterinämie

Mit Evolocumab (Repatha®) kommt im September der erste monoklonale Antikörper auf den Markt, der zur Behandlung der primären Hypercholesterinämie und gemischten Dyslipidämie eingesetzt wird („first-in-class“). Indiziert ist Evolocumab, wenn Statine nicht vertragen werden oder kontraindiziert sind. Weiterhin kann Evolocumab auch zusammen mit Statinen eingesetzt werden, wenn die LDL-Zielwerte nicht mit der maximal tolerierbaren Statin-Dosis erreicht werden können.

Evolocumab ist ein sog. PCSK9-Inhibitor (Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9). Dieses Enzym sorgt für eine verminderte Anzahl von LDL-Rezeptoren, wodurch der LDL-Spiegel im Blut ansteigt. Mutationen des PCSK9-Gens sind eine der Ursachen für das Auftreten einer primären Hypercholesterinämie. Durch Hemmung dieses Enzyms kann der LDL-Spiegel gesenkt werden.

Unter Gesichtspunkten der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sollte beachtet werden, dass bei schwerer Nieren- und Leberfunktionsstörung Vorsicht geboten ist. Die gleichzeitige Statin-Anwendung kann die Evolocumab-Clearance geringfügig erhöhen. Dies hat aber keine Auswirkungen auf die pharmakologische Wirksamkeit.

Mehr Information zu Nebenwirkungen, Kontraindikationen oder Wechselwirkungen dieses Arzneimittels finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Neu in der SCHOLZ Datenbank: Pembrolizumab

Pembrolizumab ist im August unter dem Handelsnamen KEYTRUDA® in den Handel gekommen. Dieser neue monoklonale Antikörper, der zur Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms eingesetzt wird, ist -genau wie Nivolumab®, welches wir im Juli vorgestellt hatten- ein Inhibitor des PD-1-Rezeptors auf T-Zellen. Sowohl Pembrolizumab, als auch Nivolumab behindern die Bindung der Liganden PD-L1 und PD-L2, welche von antigenpräsentierenden Zellen oder Tumorzellen exprimiert werden und die T-Zellaktivität negativ beeinflussen. Durch die Verhinderung der Bindung von PD-L1 und PD-L2 an den PD-1-Rezeptor wird letztendlich die T-Zellreaktion einschließlich der Tumorabwehr verstärkt.

Unter Gesichtspunkten der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) muss bei beiden Substanzen das Risiko schwerer immunvermittelter Nebenwirkungen wie z.B. immunvermittelte Pneumonitis, Hepatitis oder Nephritis sowie eine mögliche Wirkungsabschwächung durch immunsuppressive Therapien berücksichtigt werden. Lesen Sie dazu auch den Blog-Beitrag vom 28.07.2015. (http://news.eprax.de/?p=347) Pharmakokinetische Interaktionen sind nicht zu erwarten.

Mehr Information zu Nebenwirkungen, Kontraindikationen oder Wechselwirkungen dieses Arzneimittels finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

 

Die SCHOLZ Datenbank auf dem Tag der Patientensicherheit

Anlässlich des ersten internationalen Tages der Patientensicherheit haben Patienten, die mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen, am gestrigen Donnerstag sowohl bei der ePrax AG in München sowie im pharmazeutischen Zentrum der ePrax AG in Lüdenscheid die Möglichkeit gehabt, ihre Medikation auf schwerwiegende Wechselwirkungen screenen zu lassen.

Dabei kam erstmals ein neuartiges Verfahren der Wechselwirkungsanalyse zum Einsatz, welches im Hause der SCHOLZ Datenbank entwickelt wurde. Dieses Tool macht das Auffinden von tatsächlich schwerwiegenden und klinisch relevanten Wechselwirkungen besonders leicht und hilft komplexe Zusammenhänge schnell zu erkennen.20150917_113125 20150917_113053 20150917_113019 20150917_113009

Mehr Information zu Neuentwicklungen der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de, oder besuchen Sie uns auf der expopharm Halle 4 Stand C24.

Neue Wirkstoffkombination in der SCHOLZ Datenbank: Mit Netupitant und Palonosetron gegen Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie

Akynzeo® heißt das neue Präparat, welches die beiden Wirkstoffe Palonosetron und Netupitant enthält und zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen aufgrund einer Chemotherapie eingesetzt wird.

Palonosetron ist ein bekannter Wirkstoff aus der Reihe der 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten (Setrone). Bei Netupitant handelt es sich um einen neuen Wirkstoff, der als selektiver Antagonist am Neurokinin-1-Rezeptor wirkt. Diese Kombination ist sowohl gegen die frühe, als auch gegen die verzögerte Phase von Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit einer Chemotherapie wirksam.

Unter Gesichtspunkten der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) müssen Anwendungs-beschränkungen und Kontraindikationen wie z.B. terminale Niereninsuffizienz, eingeschränkte Leberfunktion oder Schwangerschaft beachtet werden.

Für Palonosetron sind hauptsächlich pharmakodynamische Wechselwirkungen zu beachten: Palonosetron kann, wie andere Setrone auch, in Kombination mit serotonergen Arzneimitteln zu einem Serotonin-Syndrom führen. Weiterhin muss hier eine mögliche Verlängerung des QT-Intervalls berücksichtigt werden.

Bei Netupitant hingegen müssen pharmakokinetische Wechselwirkungen beachtet werden. Netupitant wird hauptsächlich über CYP3A4 und in geringerem Ausmaß auch über CYP2C9 und CYP2D6 verstoffwechselt. Ein Metabolit von Netupitant ist ein moderater CYP3A4-Inhibitor. Netupitant selbst ist ein Inhibitor der Efflux-Transporter P-gp (P-Glycoprotein) und BCRP (breast cancer restistance protein). Ein Netupitant-Metabolit ist ein Substrat von P-gp.

Somit ist Vorsicht geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Netupitant und CYP3A4-Substraten mit geringer therapeutischer Breite, insbesondere auch bei gleichzeitig angewendeten Zytostatika, die CYP3A4-Substrate darstellen. Wechselwirkungen mit P-gp_Substraten sind unwahrscheinlich, da bei gleichzeitiger Anwendung von Digoxin, einem P-gp-Susbtrat mit geringer therapeutischer Breite, keine phamakokinetischen Auswirkungen beobachtet wurden.

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

News: Arzneimittelrisiken – Rote Hand Brief zu Mirabegron

Unter Therapie mit dem selektiven β3-Rezeptor Agonisten Mirabegron, der zur Behandlung Harninkontinenz aufgrund einer überaktiven Blase eingesetzt wird, wurde über schwerwiegende Fälle von Hypertonie und erhöhtem Blutdruck berichtet. Es gab sogar Fälle von hypertensiven Krisen, zerebrovaskulären und kardialen Ereignissen in Verbindung mit Hypertonie und eindeutigem zeitlichem Zusammenhang mit der Mirabegron-Anwendung.[1]

Daraufhin wird nun die schwer einstellbare Hypertonie (≥ 180 mmHg/≥ 110 mmHg) als Kontraindikation eingestuft. Regelmäßige Blutdruckkontrollen sind unter Mirabegron-Therapie unbedingt erforderlich, insbesondere bei Patienten mit Hypertonie.[1]

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 [1] http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/RHB/Archiv/2015/20150904.pdf

 

News: Arzneimittelrisiken – DPP-4-Inhibitoren: Risiko schwerer Gelenkschmerzen

DPP-4-Inhibitoren (DPP= Dipeptidylpeptidase) werden auch als sog. Gliptine bezeichnet. Zu dieser Gruppe gehören z.B. die Wirkstoffe Saxagliptin (seit 2009) und Sitagliptin (seit 2007). Gliptine werden zur Blutzuckersenkung bei Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt. Sie wirken, indem Sie das Enzym Dipeptidylpeptidase 4 (DPP 4) hemmen, welches für die Inaktivierung den Peptidhormons GLP1 (Glucagon like peptide 1) zuständig ist. GLP1 fördert wiederum die Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse und senkt die Glucagonsynthese.

Es wurden Fälle von Patienten beschrieben, die unter einer Behandlung mit DDP-4-Inhibitoren – unabhängig von der Therapiedauer – schwere Gelenkschmerzen entwickelten, welche sich innerhalb eines Monats nach Absetzen des Medikamentes besserten. Es gab Fälle, bei denen die Gelenkschmerzen wieder auftraten, wenn eine erneute Gliptin-Therapie eingeleitet wurde.

Die FDA hat somit angeordnet, dass alle Gliptin-haltigen Präparate mit einem zusätzlichen Warnhinweis zur Gefahr schwerer Gelenkschmerzen versehen werden.

 Ein weiterer Aspekt, der das Sicherheitsprofil der Gliptine in Frage stellt, ist das im Jahre 2011 diskutierte Risiko für Pankreatitis und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dies wurde weder eindeutig nachgewiesen, noch konnte es eindeutig widerlegt werden.

Mehr Information zu diesen und anderen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

[1] http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/ucm459579.htm

[2] Elashoff M et al.: Increased Incidence of Pancreatitis and Cancer Among Patients Given Glucagon Like Peptide-1 Based Therapy. Gastroenterology.

SCHOLZ Datenbank erneut für die elektronische Rezeptschreibung in Arztcomputern zertifiziert und bundesweit zugelassen

München, 01.09.2015:

Die SCHOLZ Datenbank wurde laut Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vom 06. August 2015 im Sinne des AVWG (Arzneimittel-Versorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz) zertifiziert. Damit erfüllt die SCHOLZ Datenbank die Anforderungen des KBV-Prüfpakets Stand 2015 zur Zertifizierung der Arzneimitteldatenbanken und Arzneimittelverordnungssoftware für die elektronische Verordnung von Arzneimitteln.

Diese Zertifizierung, seit 2008 die insgesamt vierte, ist die Voraussetzung dafür, dass die SCHOLZ Datenbank auch zukünftig bundesweit in Arztcomputern für die elektronische Ausstellung von Rezepten eingesetzt werden kann, die von Vertragsärzten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden. Die Zertifizierung gilt bis zum 30. September 2018.

Die SCHOLZ Datenbank ist das Kompendium für Arzneimittelinformationen, das Ärzte bei der wirtschaftlichen und sicheren Verord­nung unterstützt. Die SCHOLZ Datenbank enthält einerseits kommerzielle Daten wie Preise, Packungen, Festbeträge und Preisvergleichsfunktionen, andererseits liegt der Schwerpunkt auf medizi­nisch-wissenschaftlichen Inhalten, die Hilfestellung geben bei Analyse und Vermeidung von Arzneirisiken wie Wechselwirkungen, Doppeltherapie, Nebenwirkungen (auch kumulierende bei Mehrfachverordnung), Kontraindikationen unter Berücksichtigung von ICD-Diagnosen, Allergien, Dosierungsfehler, insbesondere bei Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz, hohem Alter. Industrieunabhängig und werbefrei und blickt sie auf mehr als 250.000 Arztanwenderjahre ohne einen Haftungsfall zurück. Der Vertrieb erfolgt durch die ePrax AG Lüdenscheid/München. Eine spezielle Patientenversion der SCHOLZ Datenbank ist auf dem Gesundheitsportal www.apothekenumschau.de der Apothekenumschau, mit 19 Millionen Lesern das führende Gesundheitsmagazin in Deutschland, frei zugänglich.

„Die erneute AVWG-Zertifizierung ist eine weitere hervorragende Bestätigung der pharmazeutischen Kompetenz unserer Mitarbeiter“, so Apotheker Wolfgang Scholz.