Archiv für den Monat: März 2015

Die SCHOLZ Datenbank für Apotheker: Die ePrax AG beim Westfälisch-Lippischen Apothekertag in Münster

Am 14. und 15.03.2015 präsentierte die ePRax AG ihr Arzneimittelinformationssystem, die SCHOLZ Datenbank Apothekenversion, beim Westfälisch-Lippischen Apothekertag (WLAT) in Münster.

Unter dem Motto „Näher am Patienten“ wurden den Besuchern neben einer Vielzahl spannender Vorträge u.a. von Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz aus Frankfurt, Prof. Dr. Ulrich Jaehde aus Bonn und Prof. Dr. Gerd Glaeske aus Bremen wurde den Besuchern der Messe eine abwechslungsreiche Auswahl an Produkten und Neuentwicklungen aus dem Gesundheitssektor geboten. Hierbei spielte das Thema Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) eine große Rolle.

Die Apotheker hatten die Möglichkeit sich über das neuste Modul der SCHOLZ Datenbank zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit zu informieren und sich die Datenbank anhand einer Live-Demonstration vorstellen zu lassen. Dabei wurde speziell die Medikationsplanerstellung sowie das verbesserte ATC-Code-basierte SCHOLZ Datenbank Optimierungssystem vorgestellt. Mit dem Modul zur Medikationsplanerstellung kann in kürzester Zeit ein patientengerechter und umfangreicher Medikationsplan erstellt werden, welcher der Spezifikation der Arbeitsgruppe für Arzneimitteltherapiesicherheit entspricht. Das Optimierungssystem hilft dem Arzt oder Apotheker bei einer gefährlichen Arzneimittelverordnung eine risikoärmere Alternative zu finden.

Wir bedanken uns bei der Apothekerkammer Westfalen-Lippe für die Organisation des 5. WLAT in Münster.

WLAT3WLAT2WLAT1WLAT

Der Countdown läuft: Besuchen Sie die ePrax AG auf dem Westfälisch-Lippischen Apothekertag in Münster und auf der CeBIT in Hannover!!!

In genau einer Woche geht es los: Die ePRax AG wird auf zwei Messen vertreten sein, um Ihren Kunden die neusten Entwicklungen vorzustellen.

Am 14. und 15. März 2015 findet der Westfälisch-Lippische Apothekertag (WLAT) in der Halle Münsterland statt. Hier liegt der Schwerpunkt auf der neuen Version der SCHOLZ Datenbank zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS): SDB-AMTS. Das AMTS-Modul ermöglicht neben den herkömmlichen Datenbankfunktionen wie Wechselwirkungs-Check, Nebenwirkungsanalyse und Überprüfung der Kontraindikationen, die Pflege und Verwaltung von Patientendaten sowie die Erstellung eines patientengerechten Medikationsplans in Minutenschnelle. Lassen Sie sich auf dem WLAT direkt von uns dieses Komplettpaket für ihr erfolgreiches Medikationsmanagement vorstellen.

Vom 16. bis 19. März findet die CEBIT in Hannover statt. Hier dreht sich alles um den Begriff Arzneimittelinformation und AMTS. Hier präsentiert die ePrax AG neben dem neuen Modul der SCHOLZ Datenbank auch einen Onlinedienst, der den Patienten selbst alles Wichtige zu einem Medikament in einem neuartigen Beipackzettel mit Schwerpunktinformation zur ArzneiMittelTherapieSicherheit bietet.

Auf unserem Stand erhalten Sie alle Antworten auf Fragen, die Sie interessieren. Kontaktieren Sie uns unter der Telefonnummer 02351 66 88 47 88, wenn Sie uns auf der CEBIT in Hannover besuchen möchten und noch Eintrittskarten benötigen. Wir stellen Ihnen gern Karten aus unserem Kontingent zur Verfügung.

Neue Wirkstoffkombination: Ezetimib/Atorvastatin (Atozet®)

Wie bereits in unserem letzten Blog berichtet, kommt im März 2015 mit Atozet® ein neues Kombinationsarzneimittel auf den deutschen Arzneimittelmarkt, welches eine Kombination aus Atorvastatin und Ezetimib enthält.

Im letzten Blog wurde über den Nutzen und die Risiken dieses Präparates diskutiert. In diesem Beitrag wollen wir die Wechselwirkungen dieses Präparates mit anderen Arzneimitteln betrachten. Dazu gibt es nun eine Widerholung der wichtigsten Wechselwirkungen der einzelnen Wirkstoffe:

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ezetimib und Antikoagulantien wie z.B. Warfarin oder Phenprocoumon kann der INR-Wert (INR= international normalized ratio) erhöht und die Blutungsneigung somit verstärkt werden. Colestyramin und Antazida können bei gleichzeitiger Anwendung die Bioverfügbarkeit von Ezetimib verringern. Gleichzeitig mit Ciclosporin wurden erhöhte Ezetimib- sowie erhöhte Ciclosporin-Plasmaspiegel nachgewiesen. Der Ciclosporin-Spiegel sollte bei gemeinsamer Anwendung überwacht werden.

Atorvastatin ist ein Substrat von CYP3A4, von den Efflux-Transportern P-gp und BCRP sowie vom hepatischen Anionentransporter OATP1B1. Dadurch bestehen natürlich Interaktionen mit starken und moderaten CYP3A4-Inhibitoren sowie CYP3A4-Induktoren. Durch CYP3A4-Induktoren kann die Wirksamkeit von Atorvastatin abgeschwächt werden; durch CYP3A4-Inhibitoren kann das Risiko für Nebenwirkungen wie z.B. Myopathie und Rhabdomyolyse erhöht werden. Mit Fibraten, Colchicin sowie mit Ezetimib besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko für muskuläre Nebenwirkungen. Hierbei handelt es sich um eine pharmakodynamische Interaktion, wie sie im letzten Blogbeitrag beschrieben wurde.

Neuer Wirkstoff Apremilast

Apremilast (Celgene®) ist ein niedermolekularer Inhibitor der Phosphodisesterase 4 (PDE-4) und wird zur Behandlung von Psoriasis-Arthritis und Plaque-Psoriasis eingesetzt.

Die PDE-4 ist eine Phosphodiesterase, welche in entzündetem Gewebe in höherer Konzentration vorkommt und für zyklisches Adeosinmonophosphat (cAMP) spezifisch ist. Durch eine Erhöhung des cAMP-Spiegels in der Zelle wird die Freisetzung von Entzündungsmediatoren wie TNF-α und bestimmten Interleukinen moduliert und letztendlich die Entzündungsreaktion vermindert.

Welche Interaktionen müssen bei einer Therapie mit Apremilast berücksichtigt werden?

Apremilast ist ein Substrat des Leberenzyms CYP3A4 und in geringerem Ausmaß von CYP1A2 und CYP2A6. Weiterhin wird Apremilast aber auch über CYP-unabhängige Stoffwechselwege metabolisiert. Bei gleichzeitiger Anwendung von Apremilast und starken Induktoren von CYP3A4 wie z.B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Rifampicin oder Johanniskraut kann es zu verminderten Apremilast-Plasmaspiegeln und somit zu einem Wirkungsverlust kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren wurde keine klinisch relevante Wechselwirkung festgestellt. Apremilast kann also gefahrlos mit CYP3A4-Inhibitoren kombiniert werden, obwohl die gleichzeitige Anwendung mit einem CYP3A4-Induktor nicht empfohlen wird.

Neue Wirkstoffkombination: Ezetimib/Atorvastatin

Im März 2015 kommt mit Atozet® ein neues Kombinationsarzneimittel auf den deutschen Arzneimittelmarkt, welches eine Kombination aus Atorvastatin und Ezetimib (Atozet®) enthält. Es soll zur Behandlung der Hypercholesterinämie bei Patienten eingesetzt werden, die nicht ausreichend mit einer Statin-Monotherapie behandelt werden können. Für Atorvastatin wurde eine Reduktion der Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse nachgewiesen. Dieser Nachweis wurde allerdings bisher weder für Ezetimib noch für das Kombinationspräparat Atorvastatin/Ezetimib erbracht. Der tatsächliche Nachweis eines therapeutischen Nutzens bleibt also abzuwarten. Eine signifikant stärkere Senkung von Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, Apolipoprotein B und Triglyceriden durch das Kombinationspräparat Atorvastatin/Ezetimib im Vergleich zu Atorvastatin alleine konnte allerdings nachgewiesen werden. Seit längerer Zeit gibt es bereits ein Arzneimittel in dem Ezetimib mit Simvastatin kombiniert wird.

Was ist im Bereich der Arzneimitteltherapiesicherheit bei dieser Wirkstoffkombination zu beachten?

Zwischen Atorvastatin und Ezetimib bestehen keine Interaktionen auf pharmakokinetischer Ebene. Allerdings wird die gleichzeitige Anwendung von Ezetimib und Atorvastatin mit dem Auftreten von muskulären Erscheinungen wie z.B. Myopathien in Verbindung gebracht. Einzelfallberichte sind bekannt.

Myalgien, Myopathien und Rhabdomyolysen sind Nebenwirkungen, die sowohl bei Statinen, als auch bei Ezetimib auftreten können. Daher kann das Risiko für derartige Erscheinungen bei Kombination dieser Wirkstoffe erhöht sein.

Somit sollte diese Wirkstoffkombination nur mit größter Vorsicht bei Patienten verordnet werden, die Risikofaktoren für eine Rhabdomyolyse aufweisen, wie z.B. eine eingeschränkte Nierenfunktion, Lebererkrankungen, Muskelerkrankungen oder ein Alter von mehr als 70 Jahren. Weiterhin sollte der Patient über Warnsignale einer Myopathie bzw. Rhabdomyolyse aufgeklärt werden, wie z.B. Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe einhergehend mit Unwohlsein und Fieber. Leberfunktionstests sind ebenfalls vor der Therapie und in regelmäßigen Abständen während der Therapie durchzuführen.

Weiterhin sind natürlich Wechselwirkungen beider Wirkstoffe mit anderen Arzneimitteln zu beachten, die wir als Wiederholung in unserem nächsten Blog näher beleuchten wollen.