Kategorie-Archiv: Allgemein

NEU in der SCHOLZ Datenbank: Tofacitinib (Xeljanz®)

Mit Tofacitinib ist seit dem ersten Mai 2017 ein neuer Januskinase-Inhibitor zu Behandlung der schweren rheumatoiden Arthritis im Handel, der entweder zusammen mit Methotrexat (MTX) gegeben wird oder als Monotherapie, wenn eine Behandlung mit MTX ungeeignet ist.

Im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist zu beachten, dass bei gleichzeitiger Gabe weiterer starker Immunsuppressiva eine verstärkte Immunsuppression zu erwarten ist. Dies sollte möglichst vermieden werden.

Auch kinetische Interaktionen sind zu beachten, da Tofacitinib zu 70% in der Leber verstoffwechselt wird, wobei der Metabolismus hauptsächlich über das Enzym CYP3A4 und zu einem geringen Anteil über CYP2C9 erfolgt. Natürlich ist mit starken CYP3A4-Inhibitoren und -Induktoren Vorsicht geboten. Auch eine gleichzeitige Inhibition von CYP3A4 und starke Inhibition von CYP2C9 ist kritisch. Dosisanpassungen sind werden empfohlen.

Tofacitinib ist außerdem ein potentieller Inhibitor der Transportproteine P-gp und BCRP. Hier ist v.a. Vorsicht angebracht bei BCRP- oder P-gp Substraten, die eine geringe therapeutische Breite besitzen.

Mehr Informationen zu Arzneimittelrisiken von Tofacitinib und anderen Wirkstoffen finden Sie in der SCHOLZ Datenbank. Informieren Sie sich unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de und fordern Sie eine kostenlose Demo-Version an.

Seminar: Medikationsanalyse anhand von Fallbeispielen mit der SCHOLZ Datenbank

Im Mai und Juni 2017 werden deutschlandweit Seminare zum Thema “Medikationsanalyse anhand von Fallbeispielen mit der SCHOLZ Datenbank” stattfinden.

Hier lernen Sie, wie Sie die Medikationsanalyse optimieren und mithilfe der komfortablen Datenbank-Unterstützung wertvolle Zeit sparen!

Lesen Sie hier die vollständige Seminar-Ankündigung inkl. Inhalten.

 

SCHOLZ Datenbank auf der Interpharm 2017

Vom Freitag, den 31.03.2017, und Samstag, den 01.04.2017, findet die Interpharm in Bonn statt. Zum zweiten Mal ist auch die SCHOLZ Datenbank dabei.

Besuchen Sie uns am DAV-Stand und lassen Sie sich individuell die SCHOLZ Datenbank vorführen. Egal ob bereits Nutzer der Datenbank oder Interessent – wir haben für jeden ein paar wertvolle Tipps und Tricks dabei.

Im Ausstellungsbetreich wird es am Samstag, den 01.04.2017 von 11:30 – 12:30 Uhr einen Vortrag zur SCHOLZ Datenbank geben. HIer werden die Funktionen und Inhalte der SCHOLZ Datenbank sowie Nutzungsmöglichkeiten der Datenbank im Bereich AMTS erläutert.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mehr Informationen zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

 

 

 

Neue Funktionen in der SCHOLZ Datenbank

Die neuste Version der SCHOLZ Datenbank hält wieder tolle neue Features für ihre Nutzer bereit und kann ab dem 15.02.2017 wie gewohnt über unseren Downloadbereich heruntergeladen werden.

In dieser Version gibt es im Bereich der Medikamenteneingabe einen neuen Button mit dem Namen „Arzneimittelinformation“. Hier findet man neben den bekannten Funktionen „Fachinfo“ und „Dosierungsrechner“ auch 3 neue Funktionen:

  • Nebenwirkungen: Alle Nebenwirkungen eines ausgewählten Arzneimittels in tabellarischer Übersicht inkl. Relevanz und Häufigkeit auf einen Blick!
  • Kontraindikationen: Arzneimittelbezogene tabellarische Übersicht über alle Kontraindikationen und Anwendungsbeschränkungen!
  • Gebrauchsinformation: Direkte Verlinkung auf die aktuelle Gebrauchsinformation des Arzneimittels in standardisierter Form über den Service „beipackzettel.de“ (weitere Info zu „beipackzettel.de“ unter http://scholz-datenbank.de/sites/beipackzettel)

Diese neue Version nicht mehr kompatibel mit dem Betriebssystem Windows XP.

Mehr Informationen diesen und anderen Funktionen der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Nutzen Sie die Möglichkeit und testen Sie die SCHOLZ Datenbank einen Monat lang kostenlos: http://www.scholz-datenbank.de/licenses/new?product_id=17

 

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SCHOLZ Datenbank auf dem 5. Kongress für Arzneimittelinformation

Am 04. Februar 2017 besuchte Wolfgang U. Scholz, Initiator der SCHOLZ Datenbank, den 5. Kongress für Arzneimittelinformation in Köln, um die SCHOLZ Datenbank als wichtiges Tool im Bereich Arzneimittelinformation vorzustellen und sich über die wichtigsten Neuigkeiten im Bereich Arzneimittelinformation zu informieren.

Die SCHOLZ Datenbank wurde aber nicht nur von Herrn Scholz selber am Informationsstand des Deutschen Apotheke Verlags vorgestellt, sondern war auch Bestandteil eines Posters in der Posterpräsentation des Kongresses: In dem Projekt „Vermeidung schwerer Arzneimittelbezogener Nebenwirkungen bei geriatrischen Patienten“ von den Apothekerinnen  Dorothee Schlag, Verena Kurth, Monika Mahlberg und Dr. Ruth Britz-Kirstgen aus der Rathaus Apotheke in  Blankenheim wurde der MDDI Calculator der SCHOLZ Datenbank genutzt, um wichtige Wechselwirkungen zu detektieren und ggf. Dosisanpassungen vorzunehmen (siehe Foto).

Mehr Informationen zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de. Eine kostenlose Demoversion kann jederzeit angefordert werden.

NEU in der SCHOLZ Datenbank: Venetoclax (Venclyxto®)

Venetoclax ist ein neuer Wirkstoff, der seit Anfang Januar 2017 in der SCHOLZ Datenbank zu finden ist. Venetoclax wird eingesetzt zur Behandlung einer chronischen lymphatischen Leukämie.

Im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) sollte u.a. auf folgende Wechselwirkungen geachtet werden: Venetoclax wird hauptsächlich über CYP3A4 verstoffwechselt. Gerade in der Aufdosierungsphase sind starke CYP3A4-Inhibitoren kontraindiziert. Bei Therapie im Steady State sollte die Dosis von Venetoclax gesenkt werden. Eine Therapie mit CYP3A4-Induktoren ist ebenfalls zu vermeiden.

Mehr Informationen zu Venetoclax und anderen Arzneistoffen sowie zur SCHOLZ Datenbank finden Sie unter www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Jahresrückblick 2016 – Messen, Neuentwicklungen und Publikationen

Kurz vor Beginn des Jahres 2017 wollen wir das ereignisreiche Jahr 2016 noch mal Revue passieren lassen.

Die ePrax AG unterstützte sowohl im Januar als auch im Juni das Pharmschool-Symposium der Universität Münster mit einer Spende und präsentierte dort die SCHOLZ Datenbank.

Außerdem war die ePrax AG auf den beiden großen deutschen pharmazeutischen Messen, der Interpharm im März 2016 und der expopharm im Oktober 2016, vertreten. Nachdem die ePrax AG seit diesem Jahr zur Mediengruppe des Deutschen Apotheker Verlags gehört, wurde die SCHOLZ Datenbank am Stand des Deutschen Apotheker Verlags vorgestellt.

Weiterhin wurden einige Publikationen in pharmazeutischen Zeitschriften veröffentlicht. Bereits im Februar erschien ein Artikel über den Einsatz der SCHOLZ Datenbank als „elektronischer Helfer“ in der Apotheke [1]. Weiterhin wurde ein Artikel über die Neuentwicklung eines Risikoscores, den sog. „ADR (Adverse Drug Risk) bei Sturzgefahr“ [2], sowie zwei Artikel zum neuen MDDI Calculator (Multi Drug Drug Interactions) [3,4] im Laufe des Jahres veröffentlicht.

Nun wünschen wir allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017!

Mehr Information zur SCHOLZ Datenbank via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

[1] Brune, S: Medikationsanalyse leicht gemacht – Wie die SCHOLZ-Datenbank die Risikoanalyse unterstützt; Deutsche Apotheker Zeitung 2016; 8: 66-68

[2] Scholz WU, Brune S: Vor Stürzen Schützen – Sturzprophylaxe mit der SCHOLZ Datenbank; Deutsche Apotheker Zeitung; 2016; 27: 52-59

[3] Scholz WU: Zur Pharmakokinetik von Arzneimitteln bei multiplen Interaktionen – Theoretische Überlegungen und praktische Umsetzung; Krankenhauspharmazie 2016;37:497–505.

[4] Scholz WU, Brune S: Schwere Rhabdomyolyse bei Kombination von Simvastatin mit Amlodipin und Ciprofloxacin – Interpretation eines Fallberichtes mit einer Interaktionssoftware; Arzneimitteltherapie 2016;34: Supplement 1

 

Neue Wirkstoffe in der SCHOLZ Datenbank: Grazoprevir und Elbasvir

Die neuen Wirkstoffe Grazoprevir und Elbasvir werden in einem Kombinationsarzneimittel (Zepatier®) zur Therapie der chronischen Hepatitis C eingesetzt. Grazoprevir ist ein Inhibitor der HCVNS3/4A-Protease, während Elbasvir ein Inhibitor des Proteins HCV-NS5A ist, welches für die Replikation der viralen RNA und den Aufbau des Virions verantwortlich ist.

Im Bereich der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist an folgende pharmakokinetische Wechselwirkungen zu denken:

Grazoprevir und Elbasvir werden hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert und sind Substrate des Efflux-Transporters P-gp. Dementsprechend kann es mit starken CYP3A4- und/oder P-gp-Inhibitoren sowie –Induktoren zu Wechselwirkungen kommen. Außerdem haben die Wirkstoffe inhibitorisches Potential an einigen Transportproteinen und Grazoprevir ist ein schwacher Inhibitor von CYP3A4.

Mehr Informationen zu Grazoprevir und Elbasvir und damit verbundenen Arzneimittelrisiken finden Sie in der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de.

Theorie und praktische Umsetzung dieser innovativen Entwicklung der SCHOLZ Datenbank in der Novemberausgabe der Krankenhauspharmazie publiziert

Mit dem Beitrag „Zur Pharmakokinetik von Arzneimitteln bei multiplen Interaktionen – Theoretische Überlegungen und praktische Umsetzung“, wird eine allgemeinere Theorie der Arzneimittelinteraktionen von Apotheker Wolfgang U. Scholz, Initiator der SCHOLZ Datenbank, vorgestellt.

Dabei wird die traditionelle Pärchenanalyse von Arzneistoffen durch ein Modell ersetzt, das die Beeinflussung eines Arzneimittels durch alle übrigen Arzneimittel einer Polypharmazie qualitativ und quantitativ darstellt. Dieses Modell betrachtet Interaktionen als „multi(ple) drug drug interactions“ (MDDI), deren Folgen aus dem Zusamenspiel der kinetischen Eigenschaften sämtlicher involvierten Arzneimittel abgeleitet werden, inklusive der Berechnung von Schätzwerten für AUC-Veränderungen und Dosisanpassungen. Die stringente Verzahnung mit der Pharmakodynamik erfolgt durch konsekutive Analyse potentieller Verstärkung und Kumulation von Nebenwirkungen. So werden mögliche klinische Folgen kinetischer Interaktionen auch bei komplexen Szenarien der Polypharmazie in Sekundenschnelle überschaubar. Die Umsetzung des Modells zur praktischen Nutzung wurde mit der Software- und Datenbankentwicklung des MDDI Calculator der SCHOLZ Datenbank realisiert. Kalibrierung und Validierung des MDDI Calculators ergaben eine gute Übereinstimmung von in-vivo Messwerten aus der Literatur und berechneten AUC-Werten. Die zunehmende Literatur über multiple Interaktionen und eine Verordnungswelt, die von extensiver Polypharmazie geprägt wird, unterstreichen die Notwendigkeit, im Interesse eines besseren Interaktionsverständnisses das Pärchenmodell durch einen allgemeineren Ansatz zu ersetzen. Die Hypothese, dass der positive prädiktive Wert von Interaktionswarnhinweisen und damit die Performance bei der Arzneimittel-TherapieSicherheit (AMTS) durch Einsatz von „multi drug drug interaction“-basierten Softwaresystemen verbessert werden, ist berechtigt. Mehr klinisch-pharmakologische und epidemiologische Forschung zu diesem Thema ist angezeigt.

Lesen Sie die vollständige Originalarbeit hier:

Wolfgang U. Scholz: Zur Pharmakokinetik von Arzneimitteln bei multiplen Interaktionen – Theoretische Überlegungen und praktische Umsetzung; Krankenhauspharmazie 2016;37:497–505.

Für weitere Informationen dazu schreiben Sie bitte an medwiss@eprax.de.

Risikofokus – ein neuer Begriff für die gezielte Risikoanalyse

Um gezielter zu recherchieren sind spezielle Einstellungen und Suchfunktionen notwendig. Eine gezielte Recherche ist oft sehr viel übersichtlicher und zeitsparend und stellt somit eine sehr wichtige Funktion in der SCHOLZ Datenbank dar.

Zur gezielten Risikoanalyse gab es in der SCHOLZ Datenbank bisher die Funktion „marginales Risiko“ sowohl für Diagnosen als auch für Medikamente. Dieser Begriff wurde nun umbenannt in „Risikofokus“. Die Funktion ist die gleiche:

  1. Risikofokus Medikamente: Hier kann ein Medikament ausgewählt werden und die Anzeige der Wechselwirkungen auf genau dieses z.B. neu hinzugekommene Medikament beschränkt werden. Dadurch gestaltet sich die Analyse viel übersichtlicher und man sieht direkt, ob schwere, klinisch relevante Interaktionen hinzugekommen sind.
  2. Risikofokus Diagnosen: Hier hat man die Möglichkeit sich auch bei der Analyse von Diagnosen und Symptomen auf eine bestimmte Erkrankung bzw. ein Symptom zu fokussieren. Dies wirkt sich auf die Suchfunktion „Symptomatische Nebenwirkungen“ sowie die Analyse der Kontraindikationen aus. Dadurch werden sowohl die Nebenwirkungsanalyse als auch die Kontraindikationsanalyse gezielter und schneller.

Mehr Informationen dieser und anderer Funktionen der SCHOLZ Datenbank finden Sie via www.scholz-datenbank.de bzw. www.eprax.de oder fordern Sie direkt eine kostenlose Demo-Version an unter http://www.scholz-datenbank.de/licenses/new?product_id=17